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Traditionelle Äthiopische & Afrikanische Küche 

Starter / Beilagen                                                        

Gemischter Salat Hahn by AfroLicious 8.50 12.50

Samosa 3 Stk
Teigtasche mit Fleisch serviert mit Salat 15.50

Samosa 3 Stk
Teigtasche mit Linsen serviert mit Salat 13.50

Kelewele
frittierte Bananen mit einer rassigen Sauce 8.50

Fataya 2 Stk
Teigtasche mit Fleisch serviert mit Salat 15.50

Attieké 10.50
Maniok-Couscous, Tomatensalat und Kelewele - glutenfrei

Vorspeisen Mix für 2 Personen 24.50

 

Unsere Äthiopischen Spezialitäten

Injera oder Reis serviert mit

Fleischgerichten

Doro Wot 23.00
Nationalgericht - Poulet in scharfer Zwiebelsauce, äthiopischen Gewürzen, Berbere, mit hart gekochtem Ei, Ayb (hausgemachter Hüttenkäse)

Rind-Tibs 21.50
Rindfleisch scharf angebraten mit Zwiebeln, Tomaten und äthiopischen Gewürzen und Rosmarin (mittelscharf oder nicht scharf) mit Salat serviert

Lamm-Tibs 22.50
Lamm scharf angebraten mit Zwiebeln, Tomaten und äthiopischen Gewürzen und Rosmarin (mittelscharf oder nicht scharf) mit Salat serviert

Kitfo 25.00
Äthiopisches Rindfleisch-Tartar Gericht, aus feinem Rindshackfleisch, eingelegt in feiner äthiopischer Gewürzmischung, serviert mit gehacktem Spinat und Ayb (hausgemachter Hüttenkäse)

Key Wót 23.00
Rindsragout geschmort mit äthiopischen Gewürzen, Zwiebeln, Berbere (mittelscharf)

Mahberawi - Potpourri pP 38.50
Dieses Menu wird aus oben erwähnten Gerichten nach traditioneller Art zusammengestellt und bietet einen kulinarischen Einblick in die äthiopische

ohne Kitfo pP 32.50

Fleisch Herkuft
Poulet / Rind CH
Lamm IRL
Fisch je nach Angebot
Alle Preise in CHF inkl. 7.7% MwSt

Injera oder Reis serviert mit

Vegetarischen und Veganen Gerichten

Beyaynatu ab 2 Personen pP 22.50
Mix aus vegetarischen und veganen Gerichten

Miser-Wot und Gomen-Wot 19.50
Linseneintopf abgeschmeckt mit äthiopischen Gewürzen dazu eine Spinat-Kichererbsen Sauce und Salat

Tegamino 16.50
Erbseneintopf mit äthiopischen Gewürzen, serviert in einem Tontopf mit Salat

Köstlichkeiten aus dem Senegal

Mafé mit Rindfleisch 21.50
Geschmortes Rindfleisch an einer Erdnussbutter-Sauce, Okra-Gemüse mit Reis

Mafé vegetarisch 17.50
Erdnussbutter-Sauce, Okra-Gemüse

Poulet Yassa 21.50
Poulet mariniert an einer rassigen Zitronen-Senf Sauce

Thilapia 25.00 35.00
Rassig marinierter Fisch aus dem Ofen mit Attieké oder Reis, Tomatensalat Kelewele

Getränke alkoholfrei

Ingwer - Zitronentee (hausgemacht) offen 3 dl 4.50 5 dl 6.00

Hibiskustee (jus de Bissap, hausgemacht) offen 3 dl 4.50 5 dl 6.00

Eptinger Still oder Laut Flasche 0.33l 4.50

Coca-Cola, Coca-Cola Zero, Schorle Flasche 0.33l 4.80

Eptinger Still oder Laut Flasche 5 dl 5.50

Eptinger Still oder Laut Flasche 1 lt 9.50

Orangensaft Michel Flasche 0.2l 4.50

Schweppes Tonicwater Flasche 0.2l 4.20

Red Bull Dose 0.25l 5.00

Biere

Ueli Bier Reverenz Spezial offen 2.5 dl 3.00 3 dl 4.50 5 dl 6.50

Warteck Bier offen 2.5 dl 3.00 3 dl 4.50 5 dl 6.50

Ueli Basilisk (Amber) Flasche 0.33l 5.50

Ueli Weizen in der Bügelflasche Flasche 0.5l 6.80

St. George Beer Äthiopisches Premium Lager Bier Flasche 0.33l 6.00

Guiness Bier Flasche 0.33l 6.50

Einsiedler Alkoholfrei Flasche 0.33l 5.50

Warme Getränke

Kaffee 4.50 Espresso / Doppio 4.00 5.50

Cappuccino 5.00 Tee 4.50

Heisse Schokolade 4.50

Kaffee Lutz 6.50

Tee Rum 6.50

Vini Bianchi                                                   1 dl    Flasche   Gasse

Chardonnay aus Äthiopien, Rift Valley 4.80 32.50 17.50
Apéro-Wein, Tibs Gerichte

Langhe D.O.C. Dalila 5.90 40.80 20.50
Az. Agr. Giuliano Nota Apéro-Wein, Vorspeisen, leichte (Vegi-)Gerichte, Käse(fondue) und auch zu Eierspeisen Traubensorte Favorita, Jahrgang 2019

Roero Arneis DOCG Vigna Bricco Novara 5.80 39.50 19.50
Bric Castelvej, Canale d'Alba Apéro-Wein, Käse, kräftige Frucht- und Kräuter-Aromen, Meerfische Traubensorte Arneis, Jahrgang 2019

Vino Rosato

Monferrato D.O.C Chiaretto “Il Giullare” 5.80 39.50 19.50 
Carlin de Paolo Apéro-Wein, Grilladen, Häppchen, Fisch- & Vergi-Gerichte, passt auch zu scharfen Speisen
Traubensorte Barbera, Jahrgang 2019

Spumante “Staccato” Moscato d’Asti DOCG 5.30 39.50 18.50
VINCELLO s.s.a, Costigliole d'Asti Aperitif, Cremes, Dessertwein, Panettone, Traubensorte Moscato, Jahrgang 2018 Pannacotta

Spumante Extra Dry “Luis” Bianco 7.70 49.50 25.20
Apéro-Wein, ausgewogenes Säure- und Restzucker-Verhältnis, Meeresfrüchte

Prosecco ITINERA Brut Treviso DOC 5.30 39.50 18.50

Moët & Chandon Brut Impérial 120.00

Vini Rossi

Cabernet Sauvignon & Merlot aus Äthiopien 4.80 32.50 17.50
Rift Valley Apéro Wein, Fleischgerichte wie Kitfo oder Tibs 

“Adagio” Barbera d’Asti DOCG 6.30 46.50 21.00
Grilladen, Prima piatti (Teigwaren, Risotto), weisses Fleisch, Grilladen ab Anfang April 2021 Traubensorte Barbera, Jahrgang 2019

Barbera d’Alba DOC Vigna Mompissano 7.70 49.50 23.50
Fleischgerichte, gelagerte Hart- und Weichkäse, kräftige, scharfe Vegi-Gerichte Traubensorte Barbera, Jahrgang 2017

Rosso di Montalcino DOC Terre Neve 7.70 49.50 23.50
Prima piatti (Teigwaren, Risotto), Saucen-Gerichte Traubensorte Sangiovese Grosso, Jahrgang 201

Albarossa Piemonte DOC “MARCELLO” 6.80 47.50 22.00
Prima piatti (Teigwaren, Risotto), weisses Fleisch auch als Fischbegleiter geeignet Traubensorte Albarossa, Jahrgang 2017

Langhe Nebbiolo DOC "Resiot" 8.00 52.80 27.50
Komplexer und gut strukturierter Wein mit eleganten Tanninen, hervorragend für kräftige Fleischgerichte Traubensorte Nebbiolo, Jahrgang 2017

Apéritif Aperol Spritz 8.50

Campari 4 cl 6.00

Martini Rosso / Biancho 4 cl 6.00

Jägermeister 35% 4 cl 6.00

Spirituosen

Grappa Moscato 42% 4 cl 7.50

Vielle Prune Humbel 40% 4 cl

6.50 Gin, The Illusionist - Bio 45% 4 cl 8.50

Tequila Silver / Gold 38% 2 cl 5.00

Wodka Viru Valge 40% 4 cl 11.00

Johnnie Walker Black Label 40% 4 cl 11.50

Chivas Regal 40% 4 cl 11.50

Swiss Alpine Whisky Föhnsturm 46% 4 cl 11.50 R

Remy Martin 40% 4 cl 11.50

 

Meaza Grebensek-Abayneh / AfroLicious / Äthiopisch und Senegalesisch

 

Kochen mit Fingerspitzengefühl

 

In Äthiopien ist Essen noch Handarbeit. Das gilt einerseits für die Zubereitung, insbesondere aber für den Verzehr. Traditionell wird in dem ostafrikanischen Land nämlich mit den Fingern gegessen. Das geht dann so: Zunächst reisst man vom Brotfladen («Injera»), um den sich jede Mahlzeit dreht, ein Stück ab, fasst dazu etwas Fleisch oder Gemüse und führt beides in den Mund. Dabei braucht, wer nicht allzu tollpatschig und unhöflich wirken will, etwas Fingerspitzengefühl. «Die Speisen sollten eigentlich nur mit den Fingerkuppen berührt werden», sagt Meaza Grebensek-Abayneh. «Wenn sich jemand die ganze Hand schmutzig macht, zeigt das, dass diese Person keine guten Manieren besitzt.» 

Bis man beweisen kann, dass man diese Anstandsregeln kennt, braucht es allerdings ein bisschen Geduld. Denn die Vorbereitung eines äthiopischen Gerichtes ist ein Handwerk, das seine Zeit in Anspruch nimmt. «In Äthiopien steht man stundenlang in der Küche», sagt Meaza (Grebensek-Abayneh.) «Wir machen häufig Ragout und das dauert halt eine Weile. Aber auch ganz grundsätzlich wird das Kochen und das Beisammensein in der Küche ausgiebig zelebriert.» Meaza (Grebensek-Abayneh) weiss aus erster Hand, wovon sie spricht. In Dire Dawa, mit über 600'000 Einwohnern die zweitgrösste Stadt Äthiopiens, wo sie 1974 geboren ist, führte ihre Mutter ein Restaurant, betreibt es noch heute. «Als Kinder sind wir in der Küche ein- und ausgegangen und haben auch früh bei der Arbeit mitgeholfen, was in unserer Kultur selbstverständlich ist.» 

Die unbeschwerten Kindheitstage endeten für Meaza (Grebensek-Abayneh) jedoch ziemlich abrupt. Als sie 13 Jahre alt war, schickten sie ihre Eltern zu einer Tante nach Südfrankreich, damit sie dort eine bessere Schulausbildung geniessen könne. «Die Sprache war nicht das Problem, ich ging schon in Dire Dawa auf eine französische Schule. Aber mein Umfeld und meine Familie, das habe ich schon sehr vermisst.» Mit 17 beginnt sie eine Ausbildung in einer Hotelfachschule. Doch ohne Eltern und ohne finanzielle Unterstützung war diese Hürde zu gross. «Ich musste Geld verdienen, um mein Leben finanzieren zu können. Deshalb brach ich die Schule nach zwei Jahren ab und arbeitete fortan in der Gastronomie.»

Mit 22 Jahren zog sie ins Elsass, nach Saint-Louis, direkt an die Schweizer Grenze. Von Freunden hatte sie vernommen, dass es hier mehr Arbeit geben soll und man auch besser verdient. «Rückblickend betrachtet war dieser Umzug die beste Entscheidung meines Lebens.» Zum einen, weil sie tatsächlich neue berufliche Herausforderungen fand, vor allem aber lernte sie hier ihren heutigen Mann kennen, mit welchem sie mittlerweile zwei Söhne hat.

In Basel arbeitete Meaza (Grebensek-Abayneh) in unterschiedlichen Lokalitäten, in Restaurants, Bars, auch mal in einer Disco. «Während dieser Zeit hegte ich allerdings immer den Traum, eines Tages ein eigenes Geschäft zu führen.» 2011 bot sich ihr hierzu die Gelegenheit. Ihr damaliger Chef und Inhaber einer italienischen Trattoria an der Markgräflerstrasse teilte ihr mit, dass er das Lokal nicht weiterführen werde. Diese Chance packte Meaza (Grebensek-Abayneh) beim Schopf, baute das Gasthaus um und eröffnete ihr eigenes äthiopisches Restaurant «Abyssinia«. Abyssinia (auf Deutsch Abessinien) ist der Name des alten Kaiserreichs auf dem Gebiet der heutigen Staaten Äthiopien und Eritrea, das fast 3000 Jahre Bestand hatte, von etwa 980 vor Christus bis 1974 - dem Geburtsjahr von Meaza (Grebensek-Abayneh.) 

Nach kleineren Startschwierigkeiten lief das Abyssinia erfolgreich. Gleichwohl entschied sich Grebensek-Abayneh, als sie 2014 davon hörte, dass die Markthalle neu bespielt und mit Gastrobetrieben belebt werden soll, dorthin zu ziehen und ihr Lokal wieder aufzugeben. «Ein Restaurant zu führen und dabei die Familie nicht zu vernachlässigen, ist ein Ding der Unmöglichkeit. Man arbeitet pro Tag fast 24 Stunden, hat kein Wochenende und keine Ferien. Es war ein Entschluss für meinen Mann und meine Kinder.» In der Markhalle bietet sie nun an fünf Tagen in der Woche ihre Gerichte mittags an einem Stand an. «Für mich ist das eine optimale Lösung. Wenn ich für den Mittagsmarkt koche, bringe ich am Morgen meine Kinder zur Schule, stehe um 8 Uhr in der Küche und um 15 Uhr habe ich Feierabend.» Dabei verschweigt sie jedoch, dass sie auch noch dreimal die Woche am Nachtmarkt kocht und regelmässig das Catering für diverse Anlässe stellt.

Das Injera, das so wichtige Fladenbrot, bäckt Grebensek-Abayneh jeden Tag selber. «Die Konsistenz des Injera ist entscheidend. Wenn das Brot nicht perfekt ist, ist das ganze Essen verdorben.» Allerdings mache sie ihr Injera etwas anders als in Äthiopien üblich, weil Teff, das glutenfreie Mehl, aus welchem Injera normalerweise hergestellt wird, in der Schweiz mit 16 Franken pro Kilo viel zu teuer sei. Also hat sie ihre eigene Mischung aus Weizen-, Reis- und Maismehl erfunden. «Für meine Kunden ist das wahrscheinlich sogar besser. Denn der traditionelle Injera-Teig ist ziemlich sauer und für die meisten Europäer nur schwer bekömmlich.» 

Die Gewürze für ihre Gerichte schickt ihr ihre Mutter. «Mit ihr pflege ich nach wie vor einen intensiven Kontakt und besuche sie regelmässig.» 2015 war Meaza (Grebensek-Abayneh) mit ihrer Familie einen ganzen Monat in Äthiopien, gemeinsam haben sie das Land durchquert. «Die Kinder interessieren sich sehr für ihre Herkunft, was ich natürlich schön finde.» Sie selber sei jedoch längst in der Region Basel heimisch und möchte auch nicht mehr weg. «Immerhin habe ich gut die Hälfte meines bisherigen Lebens hier verbracht.»